Summary: "Follow the Science" war eine Art Schlachtruf in der Pandemie – aber ein missverständlicher. Was kann man tun, wenn Forschung plötzlich als politisch wahrgenommen wird?

Wissenschaft während der Pandemie: Wenn Menschen der Wissenschaft nicht mehr glauben

Source: Dr. Sibylle Anderl, Maximilian Probst - 1970-01-01T00:00:00Z

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Z+ (abopflichtiger Inhalt); Wissenschaft während der Pandemie: Mit Unschärfe leben

"Follow the Science" war eine Art Schlachtruf in der Pandemie. Aber ein missverständlicher 

Aus der ZEIT Nr. 11/2025

Wissenschaft während der Pandemie: Während der Pandemie wurde deutlich, dass auch unter Wissenschaftlern nicht immer Einigkeit herrscht.
Während der Pandemie wurde deutlich, dass auch unter Wissenschaftlern nicht immer Einigkeit herrscht. © Beate Pietrek/​DIE ZEIT (verw. Foto: Getty Images)

Was passiert, wenn man wissenschaftlichen Erkenntnissen keinen Glauben mehr schenkt, konnte man dieser Tage in Texas besichtigen. Weil dort immer weniger Kinder gegen Masern geimpft werden, kommt es neuerdings zu Massenausbrüchen der Infektionskrankheit, die durch Impfprogramme weitgehend ausgerottet war. Erstmals seit zehn Jahren gab es in den USA sogar zwei Todesfälle durch Masern.

Wissenschaftsfeindlichkeit ist tödlich. Nicht nur in Epidemien und Pandemien, auch in der eskalierenden Klimakrise, wie die gehäuften Extremwetter-Ereignisse zeigen. Klar ist auch, dass Wissenschaftsfeindlichkeit oft mit Rechtspopulismus gekoppelt ist, der derzeit weltweit an Einfluss gewinnt. In den USA wird sie unter Donald Trump gerade zur Regierungslinie. Weniger klar ist allerdings, was man der Wissenschaftsfeindschaft entgegensetzen kann.